SPD Fulda Süd froh über winterfeste Unterkunft

Stadtteil

In wenigen Tagen soll der Umzug der Flüchtlinge von ihrer bisherigen Unterkunft, der "Zeltstadt" auf dem Parkplatz des Polizeipräsidiums Osthessen, in das ehemalige Max-Bahr-Gebäude vollzogen werden. Der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Fulda Süd Tolga Kablay ist sehr froh, dass zeitnah eine winter- und wetterfeste Unterkunft gefunden werden konnte.

"Schließlich sind die Temperaturen im Oktober innerhalb weniger Tage rasch gefallen. Zudem gab es auch bei uns den ersten Schneefall", merkt Kablay an. Allerdings sieht der Ortsverein auch noch großen Handlungsbedarf, die die Politik auch in Zukunft weiter fordern wird.

Eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen ist unumgänglich, wenn man die Zahl der Asylsuchenden nicht noch weiter ins Unermessliche ansteigen lassen will. "Unsere eigene Bürokratie bremst derzeit unsere Behörden aus. Da ist eine dringende Neuordnung von Aufgaben notwendig", betont Kablay. Daher fordert der Ortsverein eine größere Bereitschaft von Bund und Ländern mehr Verantwortung in der Flüchtlingsfrage zu übernehmen.

Derzeit können Flüchtlinge bis zu sechs Wochen in der Erstaufnahmestation untergebracht werden. Das ist eindeutig zu lange und kontraproduktiv. Es muss schnellstmöglich eine sprachliche wie auch gesellschaftliche Integration stattfinden, insbesondere für diejenigen, denen ein Bleiberecht zugesprochen wurde. Dafür wird sich die Fuldaer SPD in der Stadtpolitik einsetzen. Auch hofften die Sozialdemokraten auf kleinere Flüchtlingsunterkünfte, um potenzielle Konflikte zwischen den Flüchtlingen nicht durch große Menschenmassen zu verstärken.

Unterdessen fordert Kablay eine verstärkte Präsenz von der Polizei: "Nicht nur die Anwohner würden sich dadurch sicherer fühlen, wenn die Polizei als Ansprechpartner vor Ort wäre. Auch die Tatsache, dass sich die Polizei nun nicht mehr in unmittelbarer Nähe zur Flüchtlingsunterkunft befindet, könnte einen Raum für fremdenfeindliche Angriffe schaffen." Die Polizeipräsenz würde somit sowohl den Anwohnern als auch den Flüchtlingen zugutekommen.

Abschließend fordert Kablay die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, in Kontakt mit den Flüchtlingen zu treten: "Nicht nur die Anwohner in der Edelzeller Siedlung, sondern auch viele Bürger aus den anderen Stadtteilen sind stark verunsichert, auch weil die Politik die Lage nicht im Griff zu haben scheint. Das ist absolut menschlich. Allerdings sollte man den Mut aufbringen, die Flüchtlinge kennenzulernen, schließlich sind die Betroffenen aus ihrem Land geflüchtet, um Frieden und Rechtsstaatlichkeit zu erfahren".

 
 

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